Login | Kontakt | Impressum    
my #trek #superfly on autumn #trails around #goettingen #mtb11 mit #trek  #projectone #superfly unterwgs #mtb11 Zwei Gesichter eines Trails im Herbst #mtb11 #trek #superfly #pilz #pilze #mtb - Impressionen aus dem Oktober - Satanspilz? #mtb11 mit dem Renner dem #Köterberg #mtb11de team-ride in #göttingen. #trek #superfly #specialized #sworks #mountainbike @danielwidera #mtb11de team-ride über die #plesse #göttingen. #trek #specialized #mountainbike #ohneanstrengung4 #superfly Vincent für #mtb11 allein im #solling unterwegs :) Sieg HarzCup Gesamtwertung
2. Ak
5. Gesamt
#Sülzhayn#mtb11#trueracing

Beskidy Classic 2016

Finale Besikidy 2014

Wer kennt nicht Strava, das Facebook der Radsportler und der, die sich wie ich ein wenig dafür halten. Dort fand ich vor gut drei Wochen eine Trainingsfahrt von Olaf mit dem vielsagenden Titel “Technik Check Fahrrad (Übersetzung für die Beskidy)” und kommentierte “Hätte gerade auch Lust auf die Beskidy :)”. Damit nahm das Unheil seinen Lauf. Ein paar Tage später erbte ich den Startplatz von Stefan, der an den Folgen eines Unfalls laborierte. Dazu gehörte gleich noch ein Paket bestehend aus Hotel inkl. Verpflegung und Massage nach den ersten drei der vier Etappen – und es handelte sich um die sogenannte “Classic” Variante, das ist die Langstrecke mit täglich ca. 75km und 2800hm im Schnitt. Die “Mega” Version ist dann die Kurzstrecke, alle Altsprachler mögen es dem Veranstalter verzeihen.

Zu den Vorbereitungen gehörte das Studium einiger Blogs von Finishern der letzten beiden Jahre, ein
Brite und top ten Fahrer hatte an seiner XX1 ein 32er Blatt und erinnerte sich an seine Beskidy in etwa sinngemäß “die härtesten Teile waren die, wo ich vom Rad musste, weil es einfach zu steil war”. Also ein “top ten” Kandidat bin ich nicht und so zog ich die Option 30 Zähne vor. Die Zeit wird nun etwas knapp, schnell zur Fahrradgarage zu Massao, der sponserte mich mit einem gebrauchten 30er und ein brandneues steckte er mir als Ersatz noch in den Hand – dazu dann später. Als Reifen wählte ich an meinem Trek Superfly die sehr schweren, aber haltbaren Bontrager XR2, nur Milch musste noch nachgefüllt werden, damit waren die Vorbereitungen schon abgeschlossen.

Klamotten für Rennen einpacken habe ich in den letzten 10 Jahren gelernt, natürlich fehlt immer was, aber mit Tasche, Radkoffer und Ersatzlaufradsatz machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof und nach Goslar, dort wollte am Dienstagmorgen Olaf auf mich warten. Er freute sich über einen Mitfahrer.

Die Anreise mit dem Auto ist lang, der Gardasee ist leichter zu erreichen, auch wenn unsere Nachbarn gerade immer mal wieder mit der Sperrung des Brenner drohen. Irgendwann verließen wir Deutschland, die Autobahn hatte andere Schilder und alle Tankstellen boten sehr zu Freude von Olaf Autogas an. Schade nur, dass man für Polen dann einen passenden Tankadapter braucht, der leider daheim in der Garage liegen geblieben war. Benzin gab es aber auch und 40km vor dem Zielort fanden wir auch eine Gastankstelle mit Adapter. Der Tag war gerettet. Am Ort Wisla vorbei über einen Pass nach Istebna, und schon waren wir an meinem Hotel vorbeigerutscht. Wende, Auspacken, Einschecken und Warten auf die Zimmernachbarn. Florian aus Hamburg hatte ich am Wochenende vorher in Hohegeiss schon kennengelernt, unser Team von der BAB A7 machte Fabian aus Kempten im Allgäu komplett. Den Abend verbrachten wir mit Essen und Fachsimpelei über das kommende Abenteuer, gestartet war noch niemand von uns. Das Hotel füllte sich nach und nach mit Teilnehmern aus Nordeuropa und Wales.

Der Mittwoch wurde wieder mit Essen, Geldumtausch, Einkauf, Kaffeepause und endlich ab 18 Uhr auch mit dem Abholen der Startunterlagen verbracht. Wenigstens da war ich eindeutig unter den Top Ten, vielleicht sogar auf dem Gesamtpodium dabei. Die Truppe des Eulenexpress war inzwischen auch komplett in Istebna angekommen und so gab es ein paar nette Gespräche, die übliche Nervosität vor dem Start war so einfach wegzureden.

Dann kam schon das letzte Abendessen vor dem Rennstress und der Zyklus aus “aufstehen, duschen, frühstücken, Rennklamotten anziehen, runter zum Start fahren, Rennen fahren, nicht stürzen und wenig schieben, ankommen, essen, duschen, Rad pflegen, essen und trinken, erschöpft rumhängen, Wäsche waschen und schlafen” sollte für die nächsten vier Tage beginnen…mehr aus dem Zyklus in den Rennberichten.

Nachdem ich die vier Rennberichte zu den Etappen verfasst hatte nun noch mit ein paar Tagen Abstand ein Fazit:

Diese Trophy lohnt sich trotz der wirklich langen Anreise! Vielleicht hatten es die Waliser aus unserem Hotel, die aus Liverpool nach Kattowitz flogen, da fast leichter als wir. Solche Trails und Strecken bekämen wir in Deutschland nicht genehmigt, zum einen, da Grundbesitzer und Kommunen dem Radsport nicht wirklich aufgeschlossen gegenüber stehen, zum anderen auch wegen unser westlichen Vollversorungsmentalität. So überlegte ein Anwalt, der auf Etappe 6 der Transalp in einer schweren Abfahrt stürzte, ob er den Veranstalter auf Schadensersatz verklagen könne. Schließlich dürfe man unmöglich am Ende eines so schweren Rennens noch solche Anforderungen an Mensch und Material stellen. Meine Antwort: Nächstes Jahr solle er eine Kreuzfahrt buchen, da gäbe es Lifte an Bord und einen leicht zu erreichenden Schiffsarzt. Dieses Gespräch fand 2008 genau so statt. Die Transalp warb immer mit dem Slogan: Das härteste MTB Etappenrennen der Welt. Vielleicht ist das aber doch eher die Beskidy Trophy :-)

Ein Tretlager hat die vier Tage Schlamm und Pfützen genauso wenig überlebt wie der Geber einer XTR Trailbremse. Bin aber guter Dinge, dass eine Reparatur möglich ist. Die Bontrager XR2 Reifen mit Milch, genau so wie mein ganzes Trek Superfly SL, haben mich vier Tage lang klaglos über die Beskiden getragen. Ein Fully wäre für die Uphills sicher geeigneter gewesen, man kann einfach immer sitzen bleiben. Die ersten drei Tage habe ich auf jeden “Stunt” verzichten, zur Not lieber durch einen Bach schieben als dort zu stürzen und alles wäre vorbei. Nach zwei Tagen war es egal, wie die Abfahrten aussahen, irgendwie kam der leicht fatale Eindruck durch, dass es ruppiger und schlimmer hier nicht werden könne. Das Terrain ist durchaus mit dem Harz vergleichbar, also hatte ich ja das letzte Jahrzehnt auf dem Rad gute Eingewöhnungschancen.

Und eben fand ich auf YouTube noch einen Film vom Tag 4, einer der Megastarter hatte eine Kamera und wurde gerade am letzten steilen Berg vom Gesamtsieger der Trophy überholt – und der lief mit seinem Rad den Berg hinauf. Die Woche ist gerettet!! Ich war hier alleine soviel zu Fuß unterwegs, wie in den ganzen 10 Jahren MTB Sport zusammen, aber offenbar nicht ganz allein :-)

Danke für die Bilder an Frank und Olaf!

4 Responses

  1. Pingback: Mein Ersatz bei der Beskidy Trophy | Bike-Stefan

  2. Pingback: Lieblingsblogs Empfehlungen von euch für euch – Coffee & Chainrings

Hinterlasse eine Antwort

*




Kontakt | Impressum

© Copyright 2018 MTB11.DE Racing Team